Treffen vom 17. September 2026

Bei unserem Septemberstammtisch waren wir diesmal zu Zehnt. Neben Nick, Dennis, Veit, Jan, Stefan, Frank, Sebastian und Lionel waren Kathleen und Bernhard zum ersten Mal dabei.

Nachdem Veit erstmal Werbung für das Games&Festival gemacht hat, welches dieses Jahr unter dem Thema Games&Nature am Samstag, den 26. September 2026 ab 10:00 Uhr im Jugendkulturhaus OTTO in Fürth stattfindet, gab es eine kleine Vorstellungsrunde aller Anwesenden.

Dennis erzählte, dass er vor in 2012 mit GameJams angefangen hat, aber inzwischen schon lange nicht mehr an einem teilgenommen hat. Nick „outete“ sich als jemand der gar nichts mit Spielentwicklung am Hut hat und den Stammtisch nur besucht um sich über Spiele unterhalten zu können.

Kathleen hat sich nach vielen Jahren bei Siemens vor einem Jahr selbständig gemacht und das Jahr produktiv als Sabbatical genutzt. Hat jetzt aber vor ein Casual Game in der Art von Hero of the Kingdom zu entwickeln (Point&Click + Wimmelbild) um mit einem hoffentlich einfacheren Projekt erste Erfahrungen in der Spieleentwicklung zu sammeln. Später will sie sich aber Richtung Serious Games orientieren und etwas entwickeln dass sich mit dem Thema Gesundheit/Krankheiten beschäftigt. Außerdem spielt sie mit ihren Kids diverse Coop-Spiele wie zum Beispiel Starbound oder Minecraft-ähnliche Spiele oder zeigt ihnen die Welt der Mods und der Möglichkeiten die man damit hat (und als Bonuserfahrung lernen sie, dass man sich dabei Viren einfangen kann).

Jan hat uns mit einer neuen Projektidee überrascht, die auf der Lore eines Minecraftservers basiert auf dem er schon lange Zeit spielt. Dafür hat er ein Game Design Dokument geschrieben und uns die Story erzählt. Bei dem Spiel handelt es sich um eine Mischung aus RPG und Citybuilder in einem römischen Kolonialsetting. Nach Abschluss seiner Masterarbeit in etwa 2 Jahren hat er vor mit der Entwicklung zu beginnen.

Veit hat, neben dem Games&Festival, auch von seiner Tätigkeit beim Medienzentrum Parabol berichtet. Insbesondere ging es darum wie er Kindern und Jugendlichen beibringt mit Kodu auf einfache Art eigene Spiele zu entwickeln.

Frank hat von seinem in der Entwicklung befindlichen Action RPG erzählt und wird dies beim nächsten Pizza Playtest Mittelfranken der Neobirds mitbringen und dort Feedback sammeln.

Stefan erzählte von seiner Kinder-Mathematik-Lernapp die er damals entwickelt und veröffentlicht hatte. Außerdem erzählte er auch von seinem Point&Click Adventure Antesha, welches es seit vielen Jahren gibt, aber leider in den letzten 1-2 Jahren ruhte.

Bernhard kommt aus dem Bereich der Schauspielerei und des Films und versucht es jetzt mit der Spieleentwicklung, insbesondere dem Design davon. Aber auch früher hatte er sich schon für die Spieleentwicklung interessiert, und hatte im Team versucht ein voxelbasiertes Spiel zu entwickeln. Aktuell treibt es ihn in die Richtung RPG. Seine Lieblingsfilmproduzenten sind Christopher Nolan, Denis Villeneuve und Steven Spielberg. Entsprechend gab es dann eine Unterhaltung zum Thema Filme. So ist Nick ziemlich enttäuscht, dass die Neuverfilmung von Akira nicht in deutschen Kinos läuft.

Sebastian hat, als einer der GameDev Studenten von Jan, versucht ein paar andere Studenten zum erneuten Besuch des Stammtisches zu bewegen, hat dies aber bisher nicht geschafft. Laut Jan, ist er außerdem besser darin ein vernünftiges Kamera-Movement hinzubekommen als Bethesda (Fallout 76).

Als letzter im Bunde hat sich auch Lionel noch kurz vorgestellt und dabei festgestellt, dass er wohl auch schon seit 10 Jahren den Stammtisch besucht. Neues von seinem 4X-Weltraum-Echtzeitstrategiel Astrocracy gab es aber nicht.

Eine Frage die im Raum stand, war warum VR eigentlich nicht so erfolgreich ist. Als Gründe fielen Kosten, Platzbedarf/Setup, Motion Sickness und Einschränkungen bei der Art der Spiele die man entwickeln kann. Und das klassische Henne-Ei Problem, dass man als Entwickler nicht für eine Plattform entwickelt bei der es wenig Spieler gibt und als Spieler nicht soviel Geld für etwas ausgibt, für dass es kaum Spiele gibt. Dann ging es noch um alternative Einsatzmöglichkeiten, wie Lasertag im Warhammer 40k Universum im Fürther Zero Latency oder in Achterbahnen im Europapark oder der VR Autoscooter im Erlebnispark Thurn.

Ein weiteres Thema war DLSS 5 und AI Slop oder nicht, und ob damit nicht das eigentliche Design, der eigene Stil des Spiels verloren geht.

Dann gab es noch die Frage, was man für ein Spiel entwickeln würde, wenn man unendlich Geld hätte. Während Nick sich ein Spiel im Total Recall Universum wünscht (mit entsprechendem Trashfaktor und Mutanten), hätte Veit gerne ein Multiplayer-Spiel wie Starcraft, bei dem ein Spieler den Basenbau betreibt und alle Einheiten von einzelnen Spielern als FPS gespielt werden. Er würde die Spieler sogar von dem unendlich Geld fürs spielen bezahlen. Er möchte sich dann nur das entstehende Chaos anschauen.

Außerdem ging es darum, dass heutzutage Produktivität viel zu sehr im Fokus steht. Von Lifecoaches auf Youtube die einem erzählen wie man jede Sekunde des Tages effektiv nutzt, bis Beschallung auf allen Kanälen mit Informationen und Werbung. So dass man gar nicht mehr richtig abschalten und sich langweilen kann. Daher kam noch die Idee auf, ein Spiel zu entwickeln, bei dem man sich langweilen soll.

Ganz zum Abschluss waren Spiele und ihre Sequels Thema, und wieso ein erster Teil meist viel mitreißender ist als die Fortsetzungen. Als Beispiel gab es Horizon Zero Dawn, bei dem man im ersten Teil noch gar nicht weiß worum es eigentlich geht und wieso die Welt so ist wie sie ist, aber im 2. Teil weiß man dass dann schon und dann fehlt dort einfach etwas an Spannung. Ein Gegenbeispiel war Yakuza, wo man den Hauptcharakter und seine Adoptivtochter über so viele Teile begleitet und eine emotionale Bindung aufbaut, bis… man dann einen ganz anderen neuen Charakter spielt.